

Tanja Riegraf
Herzlich willkommen auf meinem Blog! Heute möchte ich dir einen tiefen Einblick in die Expositionstherapie geben, die im Rahmen der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) eingesetzt wird, um Ängste zu behandeln. Ängste können das tägliche Leben stark beeinträchtigen, doch mit der richtigen Therapie kannst du lernen, besser mit ihnen umzugehen und deine Lebensqualität zurückzugewinnen.
Was ist Expositionstherapie?
Die Expositionstherapie ist eine spezifische Form der Kognitiven Verhaltenstherapie, die darauf abzielt, Menschen zu helfen, ihre Ängste zu überwinden, indem sie sich schrittweise den angstauslösenden Situationen oder Objekten aussetzen. Ziel ist es, die Angstreaktion zu reduzieren und ein Gefühl der Kontrolle zurückzugewinnen.
Wie funktioniert die Expositionstherapie?
1. Vorbereitung und Aufklärung
Der erste Schritt in der Expositionstherapie ist die Aufklärung. Gemeinsam mit einem Therapeuten werden die spezifischen Ängste identifiziert und die zugrunde liegenden Gedankenmuster analysiert. Es ist wichtig, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie die Angst entstanden ist und welche Auswirkungen sie auf das Leben hat.
2. Erstellung einer Angsthierarchie
Im nächsten Schritt wird eine Angsthierarchie erstellt. Diese Liste enthält verschiedene Situationen, die Angst auslösen, geordnet nach ihrem Schwierigkeitsgrad. Zum Beispiel könnte jemand, der unter sozialer Angst leidet, folgende Hierarchie erstellen:
- 1. Mit einem Freund telefonieren
- 2. An einem kleinen Gespräch mit Bekannten teilnehmen
- 3. An einer größeren sozialen Veranstaltung teilnehmen
3. Schrittweise Exposition
Die Exposition erfolgt schrittweise. Der Patient beginnt in der Regel mit der leichtesten Situation auf der Hierarchie. Der Therapeut begleitet und unterstützt während des gesamten Prozesses, um sicherzustellen, dass der Patient sich wohlfühlt und in seinem eigenen Tempo voranschreiten kann. Es ist wichtig, sich der Angst zu stellen, ohne sie zu vermeiden.
4. Reflexion und Fortschritt
Nach jeder Expositionseinheit wird eine Reflexion durchgeführt. Der Patient hat die Möglichkeit, seine Erfahrungen und Empfindungen zu teilen. Gemeinsam mit dem Therapeuten wird analysiert, was gut gelaufen ist und wo es noch Herausforderungen gibt. Dieser Prozess hilft, das Erlernte zu festigen und auf zukünftige Expositionen anzuwenden.
Wie wirkt die Expositionstherapie?
Die Expositionstherapie wirkt durch mehrere psychologische Mechanismen:
- Habituation/Inhibition: Durch wiederholte Konfrontation mit der angstauslösenden Situation verringert sich die Angstreaktion im Laufe der Zeit.
- Kognitive Umstrukturierung: Negative Gedankenmuster werden hinterfragt und durch realistischere, positivere Gedanken ersetzt.
- Emotionale Verarbeitung: Die Auseinandersetzung mit angstauslösenden Situationen hilft, Emotionen zu verarbeiten und zu akzeptieren.
Fazit
Die Expositionstherapie ist ein bewährter und effektiver Ansatz zur Behandlung von Ängsten im Rahmen der Kognitiven Verhaltenstherapie. Durch schrittweise Konfrontation und gezielte Bewältigungsstrategien können Betroffene lernen, ihre Ängste zu bewältigen und ein erfülltes Leben zu führen. Wenn du mehr über Expositionstherapie erfahren oder einen Termin vereinbaren möchtest, stehe ich dir gerne zur Verfügung.
Bleib stark und mutig auf deinem Weg zur Überwindung deiner Ängste!
Herzliche Grüße,
Tanja
April 2, 2025 |